27.06.25 Excursion: From the Cosmos to the Commons: Stadkuratorin Hamburg, treffen mit Joanna Warsza

Exkursion nach Hamburg zur Ausstellung „From the Cosmos to the Commons“, wo wir auch Joanna Warsza trafen, Kuratorin, Herausgeberin, Autorin und seit Oktober 2024 Stadtkuratorin von Hamburg.

Über die Anstellung:

Am Abend der Sommersonnenwende beginnt die Stadtkuratorin mit dem übergeordneten Element des Kosmos im Planetarium Hamburg, ein „verborgener Schatz“ wird dort gezeigt, eine Ausstellung Bildersammlung zur Geschichte von Sternglaube und Sternkunde, die der Kulturwissenschaftler Aby Warburg gemeinsam mit seinen Mitarbeiter:innen Gertrud Bing und Fritz Saxl kurz vor seinem Tod im Jahr 1929 konzipierte. Warburgs Bildersammlung galt lange als verschollen und wurde Ende der 1980er-Jahre von Uwe Fleckner, damals Student der Kunstgeschichte, vor der Entsorgung bewahrt. Sie wird jetzt von ihm im imposanten Kesselsaal des Planetariums in der von José Délanoentworfenen zeitgenössischen Ausstellungsarchitektur als elliptische Reise präsentiert und wirft die Frage auf, wie sich das Spirituelle und das Rationale als notwendige Elemente des menschlichen Seins miteinander verbinden lassen und „wie die Menschheit bis heute versucht […], die Sterne und ihre geheimnisvollen Bewegungen zu deuten und zu erklären“.

From the Cosmos to the Commons – Vom All zum Allgemeingut zeigt Kunstwerke, die inhaltlich um die Warburg-Ausstellung und ihr Thema kreisen – etwa ein Sonnenblumenfeld, den gewaltigen Schatten der Urgöttin Nut, die allabendlich die Sonne verschlingt, eine Sonnenuhr, inspiriert von den islamischen Wissenschaften des Mittelalters, oder das Wurzelgeflecht eines Pilzes. Sie sind sowohl im Planetarium selbst als auch im Stadtpark zu sehen. Die Werke, Interventionen und Skulpturen, erkunden bildnerisch das menschliche Bedürfnis, zum Himmel aufzublicken, um unser Verhältnis zur Erde zu verstehen. Sie führen Warburgs Fragen weiter und hinein in unsere Gegenwart: Was bedeutet es, auf planetarische Weise zu leben, wenn wir das Spirituelle und das Politische, das Magische und das Rationale und, ganz konkret, regenerative Lebensweisen verhandeln? Die Künstler*innen reflektieren planetarisches Denken, führen an planetarische Grenzen und stellen den planetarischen Zusammenhalt zur Diskussion auf unserem wandernden Stern, wo kein Ort zentraler ist als ein anderer. In einer besonderen Konstellation hebt die Kunst im öffentlichen Raum den Blick zum Kosmos, um das Allgemeingut auf Erden neu zu denken.

06.07.2025 ,