Time Based Media: Drei Gastdozent*innen für WiSe25/26

von Links: Doireann O’Malley, Merle Radtke, Vera Shchelkina.
Credits Vera Shchelkina: photo by Olivia Kwok for the project „Stardust“, courtesy of Ming Poon

 

Für das Wintersemester 2025/26 freuen wir uns, unsere drei Gastdozent*innen für das Programm „Time Based Media“ begrüßen zu dürfen, Doireann O’Malley, Merle Radke und Vera Shchelkina
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Doireann O’Malleyis an Irish artist based in Berlin. Their research-led practice explores the intersections of collaborative methodologies, meditative and visualization practices, writing, and auto-theory. Working primarily with film, virtual reality, artificial intelligence, 3D, and video installation, O’Malley’s work investigates the porous boundaries between technology, embodiment, and transformation.

O’Malley was shortlisted to represent Ireland at the Venice Biennale in 2024, longlisted for the Preis der Nationalgalerie in Berlin in 2021, and received the Berlin Art Prize in 2018. They have been awarded numerous grants and fellowships, including Künstlerische Forschung (Berlin Senate, 2020–2021), Stiftung Kunstfonds, the Edith-Russ-Haus Award for Media Art, and the Arts Council of Ireland’s Next Generation and Bursary Awards.

O’Malley has held teaching and mentoring positions including Guest Professor on the MFA at ZHdK, Zurich (2020–2024); Professor of Gender & Space at the Akademie der bildenden Künste, Vienna; and Guest Mentor for the Live Art MA at AdBK Nürnberg (2021). They were also a fellow of BPA // Berlin Program for Artists (2019–2020).

Their work has been exhibited and presented internationally at institutions including the Goethe-Institut Dublin; The Granary Theatre / National Sculpture Factory, Ireland; the Irish Museum of Modern Art (IMMA), Dublin; Art Institute Basel, Switzerland; Biennale Zielona Góra, Poland; Goethe-Institut Montreal and New York; Neuer Berliner Kunstverein (n.b.k.), Berlin; Göteborg International Biennial for Contemporary Art, Sweden; Mumok Kino, Vienna; Dublin City Gallery The Hugh Lane; KW Institute for Contemporary Art, Berlin; the Berlin Art Prize exhibition (2018); and the Edith-Russ-Haus für Medienkunst, Oldenburg.

Merle Radtke ist Kuratorin und Autorin. Schwerpunkte ihrer kuratorischen Arbeit sind die feministische Kunst, die Konstruktion und Dekonstruktion von Geschichte, Kunst im öffentlichen Raum, (post-) digitale Kunstpraxis, Klangkunst und lateinamerikanische Kunst. Seit 2018 leitet sie die Kunsthalle Münster. In ihrer Position ist sie zum einen für das Programm der Kunsthalle verantwortlich und betreut zudem die Sammlung von Kunst im öffentlichen Raum im Besitz der Stadt Münster sowie das Residenzprogramm Residence NRW+. Zuvor hat sie u.a. als Kuratorin für die Hamburger Kunsthalle und das Kunstmuseum Stuttgart gearbeitet. Von 2015 bis 2017 war sie Mitglied des Graduiertenkollegs Ästhetiken des Virtuellen an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. 2018 folgte ein Stipendium des Goethe Instituts an der Villa Kamogawa in Kyoto. 2024 kuratierte sie das Art Weekend Belgrade. Regelmäßig publiziert sie Texte zu zeitgenössischer Kunst und Kultur.

Merle Radtke works as curator and writer. In her curatorial work she focuses on feminism, the construction and deconstruction of history, art in the public space war, (post-)digital art practice, sound art and Latin American art. Since July 2018, she is working as director of Kunsthalle Münster, devising and realizing the exhibition, furthermore she is for the city’s collection of art in the public space and the residency program Residence NRW+. Previously, she has worked as a curator for Hamburger Kunsthalle and Kunstmuseum Stuttgart, amongst others. From 2015 to 2017, she was research fellow of the Aesthetics of the Virtual graduate program at the University of Fine Arts Hamburg. In 2018, she was a fellow at Villa Kamogawa/Goethe Institut Kyoto, Japan. And in 2024, she curated the Art Weekend Belgrade. On a regular basis, she publishes texts on contemporary art and culture.

Vera Shchelkina is a dance artist, choreographer (MA Choreography graduate from HZT Berlin), and somatic movement educator (Somatic Academy Berlin).

They work as facilitator and curator for professional and non-professional dance and performance programs, including Contemporary Dance for Deaf Community at GES-2 (Moscow), Summer School for Performance at HFBK (Hamburg), and Here + Now + Everyone at Kampnagel Sommerfestival (Hamburg).

Their choreographic and collaborative projects include CO-TOUCH, My Ex(body), The Imposture Lab, SMRTъ, Vibrant Matter, Witnessing it all happening for the last time, and Everyone here is a bit of a horse, as well as choreography for a musical film “Songs of hope and despair” by Chto Delat.

Vera’s artistic research investigates the body as a political and transpersonal agent, where touch, perception, and form reveal states of rebellion and intimacy. They research and teach perception as a form of action in different contexts.

09.10.2025 ,

Time-based Media

Wie kann die Time Based Media an der Gestaltung der Welt und an der Eröffnung von Möglichkeiten für das Andere mitwirken?

Wie können wir spekulativ, performativ und materiell mit einem breiten Spektrum neuer Technologien experimentieren und auch aus dem Veralteten, Ausgeschlossenen oder Vergessenen schöpfen?
Wie können wir Computermedien nicht als Herrschaftsinstrumente oder als Bedrohung, sondern als interagierende Kraft der Resonanz und Reaktion umdenken?
Was können wir aus spontanen, unvorhersehbaren und situierten Begegnungen lernen?

Das Lehrgebiet Time-based Media umfasst neben den Grundlagen und traditionelle Aspekte des bewegten Bildes (Film, Video, Ton) eine dezidierte Auseinandersetzung mit den medientechnologischen Entwicklungen unserer Zeit, wie zum Beispiel der Virtual Reality, Generative Media und Künstliche Intelligenz. Das Lehrgebiet ist fachbereichsübergreifend und somit offen für Studierende der freien Kunst und der Designbereiche. Es kann begleitend, in Kooperation und auch als Schwerpunkt studiert werden.
Im Rahmen des Programms beschäftigen wir uns mit vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen zeitbasierten Medienpraktiken und -prozessen. Durch Forschung, Workshops, Projekte, Exkursionen, Festivals und Ausstellungen erforschen und experimentieren wir mit analogen und digitalen Techniken und Formaten, darunter Video, Film, Sound, VR, AR sowie sensorische, interaktive und generative Medien. Im Rahmen des Programms untersuchen wir, welche Rolle Technologien bei der Gestaltung unserer Realitäten spielen, und suchen nach Möglichkeiten, aus der Standardisierung und Dominanz von Systemen auszubrechen.

Im Mittelpunkt steht die individuelle (oder kollektive) Arbeit in Form von Experimentalfilmen und Medienprojekten. Ziel ist es, die Studierenden zu ermutigen, ihre eigenen künstlerischen Ausdrucksformen und Forschungsfelder zu entwickeln und ihre Arbeit kritisch zu reflektieren und in einen soziokulturellen Kontext zu stellen. Weitere Ziele sind die Förderung und Ermutigung zu kollaborativer Forschung, Experimentieren und Austausch.

Unser Programm mit Künstlergesprächen, Vorführungen, Salons und Symposien ermöglicht es den Studierenden, mit einer Reihe von Perspektiven, Diskursen und Praktiken innerhalb des expandierenden Feldes der zeitbasierten Medien in Kontakt zu kommen. Zu den Gastrednern des SoSe 25 gehören Kyriaki Goni, Elisa Giardina Papa, Rindon Johnson und Jenna Sutela.
Als Teil des Zentrums für Medien bietet das Programm außergewöhnliche Möglichkeiten, interdisziplinäre Forschung und Netzwerke innerhalb und außerhalb der Universität aufzubauen. Das Muthesius Medienlabor, das DLC und die Werkstätten bieten einzigartige Möglichkeiten, technische Fertigkeiten zu erlernen und zu vertiefen sowie mit verschiedenen Technologien zu experimentieren und sich kritisch mit ihnen auseinanderzusetzen. Die Medienwerkstätten des Fachbereichs sind mit einer breiten Auswahl professioneller Geräte und Technologien für Produktion und Präsentation ausgestattet und bieten Unterstützung durch ihr Fachwissen.

Abschlüsse

Bachelor of Fine Arts (B.F.A.)
Bachelor of Arts (B.A.)

Master of Fine Arts (M.F.A.)
Master of Arts (M.A.)

Fragen ?

Prof.in  Annika Larsson
T 0431 / 5198 – 486
E larsson@muthesius.de