9.7-11.7.2026 Exhibition: Worldsensing

9 Juli – 11 Juli
Öffnug 9 Juli 19.00

Schuhmacherstraße 28

24103 Kiel 

Timed Based Media Prof. Annika Larsson SoSe 2026

In Zusammenarbeit mit den Gastdozierende Alisa Berger, Doireann O‘Malley, Julia Tielke and Vera Shchelkina.

Mit Antje Seeliger,  Beatriz Farias,  Benjamin Janzen, Boet Wassink, Dominik Held, Emma Herwig,  Freya Stoermer,  Jakob Mockaitis,  Jane Han,  Jieon Sun, Jihan Ayu, Johanna Borelli,  Johanna-Marie Lösche,  Habeen Park, Hannah Schnellbacher,  Lilly Altmann, Linh Nguyen, Lucas Molina, Paula Katharina Fisher,  Seoyeong Choi, Sana Gharany, Sophia Carolina Lindner Mena, Stefany Valery & Tade Albertsen

Die Ausstellung „World-Sensing“ entstand aus unserer Auseinandersetzung mit sich wandelnden Realitäten und den Ökosystemen der Interdependenz. Statt eine feste, externe “Weltsicht” zu über- nehmen, haben wir untersucht, wie wir – gemeinsam mit nicht-menschlichen Entitäten und Techno- logien – die Welt durch aktive Teilhabe grundlegend mitgestalten.

Die Ausstellung zeigt abgeschlossene Werke sowie works in progress, darunter interaktive Ins- tallationen, computerbasierte Arbeiten, experimentelle Dokumentarfilme, Essayfilme sowie eine Soundarbeit, die sich mit Fermentationsprozessen befasst. Dabei werden nichtmenschliche, sozio- technische und assoziative Ansätze untersucht, die oft Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft mit- einander verflechten, anstatt sie chronologisch darzustellen.

Ein breites Spektrum an Arbeiten untersucht soziale und sensorische Interaktionen innerhalb unse- rer technologischen und ökologischen Systeme. Dabei wird die Frage aufgeworfen, wo Hand- lungsmacht (Agency) und Empathie in einer automatisierten Welt verortet sind. Andere Arbeiten konzentrieren sich auf Fragmentierung, Erinnerung sowie auf autobiografische und kollektive Geschichten. Indem diese Werke eine Meistererzählung nahtloser Totalität ablehnen, nutzen sie haptische Visualität und materielle Fragmentierung. So führen sie die Zuschauer*Innen von einem distanzierten Blick hin zu einer verkörperten Wahrnehmung, in der sich Bedeutung dynamisch ver- birgt und offenbart. Durch diese experimentellen Inszenierungen lädt die Ausstellung die Besucher letztendlich dazu ein, sich aktiv einzubringen und durch eine sinnliche oder emotionale Erfahrung eine Verbindung herzustellen.

ENG

The exhibition “World-Sensing” has grown from our exploration of emerging realities and ecosys- tems of interdependence. Rather than adopting a fixed external “world-view,” we have explored how we—alongside nonhuman entities and technologies—fundamentally shape the world through active participation.

The exhibition presents finished works alongside works in progress, including interactive installati- ons, computer-based works, experimental documentaries, essay-films, and a sound piece centred around fermentation processes. Within these mediums, non-human, sociotechnical, and associative approaches are explored, often folding past, present, and future into one another rather than pre- senting them chronologically.

A wide spectrum of works explores social and sensory interactions within our technological and ecological systems, raising questions about where agency and empathy reside in an automated world. Other works focus on fragmentation, memory, and both autobiographical and collective histories. By rejecting a master narrative of seamless totality, these pieces employ haptic visuality and material fragmentation, shifting the viewer from a distant gaze to an embodied experience where meaning is dynamically hidden and revealed.

Through these experimental arrangements, the exhibition ultimately invites viewers to actively en- gage and connect through a sensory or emotional experience.

Thanks to Kiel Marketing e.V. / Kiel Sailing City

07.07.2026 , ,

Time-based Media

Wie kann die Time Based Media an der Gestaltung der Welt und an der Eröffnung von Möglichkeiten für das Andere mitwirken?

Wie können wir spekulativ, performativ und materiell mit einem breiten Spektrum neuer Technologien experimentieren und auch aus dem Veralteten, Ausgeschlossenen oder Vergessenen schöpfen?
Wie können wir Computermedien nicht als Herrschaftsinstrumente oder als Bedrohung, sondern als interagierende Kraft der Resonanz und Reaktion umdenken?
Was können wir aus spontanen, unvorhersehbaren und situierten Begegnungen lernen?

Das Lehrgebiet Time-based Media umfasst neben den Grundlagen und traditionelle Aspekte des bewegten Bildes (Film, Video, Ton) eine dezidierte Auseinandersetzung mit den medientechnologischen Entwicklungen unserer Zeit, wie zum Beispiel der Virtual Reality, Generative Media und Künstliche Intelligenz. Das Lehrgebiet ist fachbereichsübergreifend und somit offen für Studierende der freien Kunst und der Designbereiche. Es kann begleitend, in Kooperation und auch als Schwerpunkt studiert werden.
Im Rahmen des Programms beschäftigen wir uns mit vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen zeitbasierten Medienpraktiken und -prozessen. Durch Forschung, Workshops, Projekte, Exkursionen, Festivals und Ausstellungen erforschen und experimentieren wir mit analogen und digitalen Techniken und Formaten, darunter Video, Film, Sound, VR, AR sowie sensorische, interaktive und generative Medien. Im Rahmen des Programms untersuchen wir, welche Rolle Technologien bei der Gestaltung unserer Realitäten spielen, und suchen nach Möglichkeiten, aus der Standardisierung und Dominanz von Systemen auszubrechen.

Im Mittelpunkt steht die individuelle (oder kollektive) Arbeit in Form von Experimentalfilmen und Medienprojekten. Ziel ist es, die Studierenden zu ermutigen, ihre eigenen künstlerischen Ausdrucksformen und Forschungsfelder zu entwickeln und ihre Arbeit kritisch zu reflektieren und in einen soziokulturellen Kontext zu stellen. Weitere Ziele sind die Förderung und Ermutigung zu kollaborativer Forschung, Experimentieren und Austausch.

Unser Programm mit Künstlergesprächen, Vorführungen, Salons und Symposien ermöglicht es den Studierenden, mit einer Reihe von Perspektiven, Diskursen und Praktiken innerhalb des expandierenden Feldes der zeitbasierten Medien in Kontakt zu kommen. Zu den Gastrednern des SoSe 25 gehören Kyriaki Goni, Elisa Giardina Papa, Rindon Johnson und Jenna Sutela.
Als Teil des Zentrums für Medien bietet das Programm außergewöhnliche Möglichkeiten, interdisziplinäre Forschung und Netzwerke innerhalb und außerhalb der Universität aufzubauen. Das Muthesius Medienlabor, das DLC und die Werkstätten bieten einzigartige Möglichkeiten, technische Fertigkeiten zu erlernen und zu vertiefen sowie mit verschiedenen Technologien zu experimentieren und sich kritisch mit ihnen auseinanderzusetzen. Die Medienwerkstätten des Fachbereichs sind mit einer breiten Auswahl professioneller Geräte und Technologien für Produktion und Präsentation ausgestattet und bieten Unterstützung durch ihr Fachwissen.

Abschlüsse

Bachelor of Fine Arts (B.F.A.)
Bachelor of Arts (B.A.)

Master of Fine Arts (M.F.A.)
Master of Arts (M.A.)

Fragen ?

Prof.in  Annika Larsson
T 0431 / 5198 – 486
E larsson@muthesius.de