Studierende Şeyda Okumus gewinnt Der Nichtsilbener Hering 2025

Time Based Media Studierende Şeyda Okumus gewinnt Der Nichtsilbener Hering 2025, auf den FilmFest SH 2025

Jurybegründung zum Siegerbeitrag: Şeyda Okumuş, 19 GRAD

Die Jury würdigt mit dem Nicht-silbernen Hering 2025 einen Beitrag, der eine bemerkenswert künstlerische Reife zeigt und durch seine eigenständige Vision und tiefgründige Gestaltung besticht.

Auch in der technischen Umsetzung überzeugt die Arbeit auf allen Ebenen. Minimalistische aber präzise Kameraarbeit mit wohlüberlegten Einstellungen, nuancierte Lichtgestaltung und der Rhythmus des Schnitts zeugen von souveränen Verständnis filmischer Mittel. Besonders hervorzuheben ist der Einsatz von Ton und Text, der sowohl gesprochenes als auch geschriebenes Wort wirkungsvoll in das Gesamtkonzept integriert und so zusätzliche Bedeutungsebenen eröffnet.

In ihrer kreativen Dimension beeindruckt der Umgang mit dem Material – nicht bloße Illustration entsteht, sondern eine eigenständige künstlerische Transformation, die dem Ausgangsmaterial neue Facetten entlockt und die Protagonistin/Künstlerin als vulnerables Individuum offenlegt.

Diese Elemente machen den Beitrag zu einem kohärenten Gesamterlebnis. Für diese beeindruckende Leistung, zeichnet die Jury Şeyda Okumuş Arbeit 19 GRAD dafür mit dem Nicht-silbernen Hering 2025aus.

 

Program Der Nichtsilbener Hering 2025 Film/Time Based Media:

Seyda Okumus – 19 Grad

Tade Albertsen & Vanessa von Appen – Penumbra

Waldemar Bauer – Portal Part 2

Linh Nguyễn – How to use rice properly

Jongeun Han – Überleben in Deutschland

01.04.2025 ,

Time-based Media

Wie kann die Time Based Media an der Gestaltung der Welt und an der Eröffnung von Möglichkeiten für das Andere mitwirken?

Wie können wir spekulativ, performativ und materiell mit einem breiten Spektrum neuer Technologien experimentieren und auch aus dem Veralteten, Ausgeschlossenen oder Vergessenen schöpfen?
Wie können wir Computermedien nicht als Herrschaftsinstrumente oder als Bedrohung, sondern als interagierende Kraft der Resonanz und Reaktion umdenken?
Was können wir aus spontanen, unvorhersehbaren und situierten Begegnungen lernen?

Das Lehrgebiet Time-based Media umfasst neben den Grundlagen und traditionelle Aspekte des bewegten Bildes (Film, Video, Ton) eine dezidierte Auseinandersetzung mit den medientechnologischen Entwicklungen unserer Zeit, wie zum Beispiel der Virtual Reality, Generative Media und Künstliche Intelligenz. Das Lehrgebiet ist fachbereichsübergreifend und somit offen für Studierende der freien Kunst und der Designbereiche. Es kann begleitend, in Kooperation und auch als Schwerpunkt studiert werden.
Im Rahmen des Programms beschäftigen wir uns mit vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen zeitbasierten Medienpraktiken und -prozessen. Durch Forschung, Workshops, Projekte, Exkursionen, Festivals und Ausstellungen erforschen und experimentieren wir mit analogen und digitalen Techniken und Formaten, darunter Video, Film, Sound, VR, AR sowie sensorische, interaktive und generative Medien. Im Rahmen des Programms untersuchen wir, welche Rolle Technologien bei der Gestaltung unserer Realitäten spielen, und suchen nach Möglichkeiten, aus der Standardisierung und Dominanz von Systemen auszubrechen.

Im Mittelpunkt steht die individuelle (oder kollektive) Arbeit in Form von Experimentalfilmen und Medienprojekten. Ziel ist es, die Studierenden zu ermutigen, ihre eigenen künstlerischen Ausdrucksformen und Forschungsfelder zu entwickeln und ihre Arbeit kritisch zu reflektieren und in einen soziokulturellen Kontext zu stellen. Weitere Ziele sind die Förderung und Ermutigung zu kollaborativer Forschung, Experimentieren und Austausch.

Unser Programm mit Künstlergesprächen, Vorführungen, Salons und Symposien ermöglicht es den Studierenden, mit einer Reihe von Perspektiven, Diskursen und Praktiken innerhalb des expandierenden Feldes der zeitbasierten Medien in Kontakt zu kommen. Zu den Gastrednern des SoSe 25 gehören Kyriaki Goni, Elisa Giardina Papa, Rindon Johnson und Jenna Sutela.
Als Teil des Zentrums für Medien bietet das Programm außergewöhnliche Möglichkeiten, interdisziplinäre Forschung und Netzwerke innerhalb und außerhalb der Universität aufzubauen. Das Muthesius Medienlabor, das DLC und die Werkstätten bieten einzigartige Möglichkeiten, technische Fertigkeiten zu erlernen und zu vertiefen sowie mit verschiedenen Technologien zu experimentieren und sich kritisch mit ihnen auseinanderzusetzen. Die Medienwerkstätten des Fachbereichs sind mit einer breiten Auswahl professioneller Geräte und Technologien für Produktion und Präsentation ausgestattet und bieten Unterstützung durch ihr Fachwissen.

Abschlüsse

Bachelor of Fine Arts (B.F.A.)
Bachelor of Arts (B.A.)

Master of Fine Arts (M.F.A.)
Master of Arts (M.A.)

Fragen ?

Prof.in  Annika Larsson
T 0431 / 5198 – 486
E larsson@muthesius.de